Plattformlift für Rollstuhlfahrer: Modelle, Maße, Kosten

Kurz: Ein Plattformlift kostet zwischen 9.500 € und 18.000 € — das doppelte eines Sitzlifts, weil Plattform, Sicherheitsbügel und stärkerer Antrieb verbaut werden. Hauptzielgruppe: Rollstuhlfahrer und Nutzer mit Rollator.

Wann ist ein Plattformlift die richtige Wahl?

Ein Sitzlift hilft nur, wer noch sitzen und ein- und aussteigen kann. Wer dauerhaft im Rollstuhl sitzt oder nicht mehr sicher umsteigen will, braucht eine Plattform. Der Rollstuhl rollt auf, der Nutzer bleibt sitzen, ein Sicherheitsbügel klappt automatisch zu. So lassen sich auch zwei Etagen ohne Anstrengung überwinden.

Sicherheitsausstattung — Pflicht und Option

  • Sicherheitsbügel automatisch (Pflicht nach DIN EN 81-40)
  • Auffahrrampen klappen elektrisch hoch und sichern den Rollstuhl gegen Wegrollen
  • Notabsenkung bei Stromausfall
  • Quetschschutz an der Plattformunterseite (Sensoren)
  • Optional: Sitz-Klappmodul, falls auch gehfähige Personen mitfahren wollen — Aufpreis ca. 800 €

Preisbeispiel für ein Reihenhaus

Frau Demir aus Essen, 58, MS-Patientin im Elektrorollstuhl. 16 Stufen mit Innenkurve. Drei Angebote: Hiro Lift 14.800 €, Lifta 16.200 €, Garaventa 13.900 €. Mit Pflegegrad 4 zog die Pflegekasse 4.180 € ab, ein zusätzlicher KfW-Zuschuss von 2.500 € (regionales Programm) reduzierte den Eigenanteil weiter — Endpreis 7.220 €.

Häufig gestellte Fragen

Standardplattformen messen 80 × 100 cm, ausreichend für die meisten Rollstühle. XL-Plattformen mit 90 × 120 cm sind gegen Aufpreis von 600 – 1.200 € möglich.

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